In Italien des 19. Jahrhunderts waren die Krankenhäuser mit Reisenden voll. Sie klagten über Herzrasen bis hin zu Ohnmachtsanfällen. Teilweise waren sie auch so apatisch und erschöpft,  dass sie unfähig waren sich weiterzubewegen oder die simplsten Tätigen wie Schlafen, Essen oder Trinken zu verrichten. Mit dem Aufkommen des Italientourismus sahen sich die großen Kunststädte wie Florenz, Rom oder Venedig mit Kunstfreunden konfrontiert, die vor Kunstwerken in Trance oder Raserei verfielen. Und weil der französische Schriftsteller Stendhal der erste dokumentierte Fall war, dem durch kulturelle Reizüberflutung die Sinne schwanden, bezeichnet man diese Art Krankheit in der Psychologie als „Stendhal-Syndrom“.

 

… dass der Umgang mit Kunst krank machen kann?

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