SEHEN & NACHDENKEN – Philosophische Führungen

Bilder sind nicht nur Farbpartikel auf einer Oberfläche…

Auguste Rodin, Der Denker 1882 (Daniel Stockman – Flickr: Paris 2010 Day 3 – 9)

Sie sind das Ergebnis von Überlegungen und Entscheidungen eines Künstlers. Diese sind beeinflusst von der Kultur und der Zeit in der er lebt.

Mit einem Blick auf Bilder öffnen sich uns Fenster in die Gedankenwelt vergangener Zeiten und die Fragen, die sich hier gestellt worden sind. Dabei wird klar, dass sich durchaus Parallelen zwischen unserer modernen Welt und derjenigen vergangener Generationen ergeben.

In dieser Führung schauen wir uns gemeinsam ausgewählte Werke der permanenten Ausstellung in der Alten Pinakothek an und diskutieren ihren Inhalt und ihre Darstellung anhand eines vorgegeben Themas. Die Kunstvermittlerin wird hierfür verschiedene philosophische Ansätze beisteuern, die zu einer lebendigen Diskussion anregen können.

Alte Pinakothek, Barer Str. 27, 80333 München

So seh ich aus – das Gesicht im Bild Wer etwas auf sich hält, der lässt ein Bild von sich malen – so sahen das Adlige und Kirchenfürsten vor der Erfindung der Kamera. Was können uns Porträts über die dargestellte Person erzählen? Welches Menschenbild steckt dahinter und wie unterscheiden sich alte Porträts vom heutigen Selfie?

Sonntag, 10. März 2019, 15:00 – 16:30 Uhr

Anmeldung

Von wegen stumm – wie Bilder erzählen. Bilder sind stumm und können doch Geschichten erzählen. Warum können wir sie lesen wie einen Text? Welche Methoden haben die Künstler entwickelt, um komplexe Handlungsabläufe, vielfältiges Personal und verschiedene Zeitebenen im Bild darzustellen?

Sonntag, 14. April 2019, 15:00 – 16:30 Uhr

Anmeldung

Zu Tisch – Speis und Trank in der Kunst In allen Kulturen wird gegessen. Aber warum hat man Essen gemalt? Was können uns die Bilder der alten Meister über Esskultur und Tischsitten erzählen? Und wie hängen Speisen mit Handel und Politik zusammen?

Sonntag, 12. Mai 2019, 15:00 – 16:30 Uhr

Anmeldung

 

Samurai – Die Pracht japanischen Rittertums

Foto: © The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas Fotograf: Brad Flowers

Pracht und Würde

Über Jahrhunderte prägten die Samurai die Geschichte Japans – nicht nur als Krieger, sondern auch als politische Elite. Ihr Mythos erzählt von Tapferkeit und Disziplin, von Loyalität und nobler Selbstaufopferung – aber auch von Verrat, Intrigen und erbarmungsloser Gewalt. Ihre mit höchster Handwerkskunst aus edlen Metallen und kostbaren Stoffen hergestellten Rüstungen waren nicht nur wirkungsvolle Schutzpanzer, sondern auch imposante Statussymbole.

Einblicke in eine geheimnisvolle Vergangenheit

Die Ausstellung lässt anhand prächtigster Exponate die spannungsvolle Geschichte der Samurai lebendig werden. Die Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller ist weltweit eine der vollständigsten und umfassendsten ihrer Art. Sie wurde über einen Zeitraum von knapp 30 Jahren systematisch von Ann und Gabriel und ihren Kindern aufgebaut. Die Sammlung beinhaltet Objekte höchster Handwerkskunst aus dem 7. bis 19. Jahrhundert und zeigt Rüstungen, Helme, Masken, Waffen und Pferdeausstattungen in verschiedenen Kombinationen.

Ausstellungsdauer: 1. Februar – 30. Juni 2019

Weitere Informationen: Kunsthalle

Kunsthalle – Theatinerstraße 8, 80333 München

 

 

 

WAHN/SINN – Die Herakut-Show

Street-Art trifft Faust!

Wer denkt, dass Literaturklassiker nicht mit Graffiti zusammenpasst, wird im MUCA eines Besseren belehrt. Auf über 2000 qm interpretiert  das Streetart Duo Herakut Wolfang von Goethe`s Weltdrama “Faust” neu. In großen, extra für das Museum angefertigten Bildern werden die wichtigsten Szenen in einen zeitgenössischen Kontext gestellt. Die wandfüllenden Werke bestechen durch den dynamischen Strich von Jasmin Siddiqui und die fotografischen Details von Falk Lehmann.

Auch wir sind Faust!

Sehnen wir nicht alle nach dem Augenblick, der so schön ist, dass er bleiben soll? Und suchen wir nicht alle nach “des Pudelskern” und wollen wissen, was die Welt im Inneren zusammenhält?

Freuen Sie sich auf die sagenhafte Show WAHN/SINN im Rahmen des Münchner Faust-Festivals des Street Art Duos Herakut im MUCA – Deutschlands erstes Museum für Streetart und Graffiti.

Ausstellungsdauer: 15. März – 01. Juni 2018

Weitere Informationen unter: MUCA – Museum for Urban and Contemporary Art

MUCA – Museum of Urban and Contemporary Art – Hotterstraße 12, 80331 München

Utrecht, Caravaggio und Europa (1600 – 1630)

Der Revolutionär mit dem Schlaglicht

Michelangelo Merisi da Caravaggio, Der ungläubig Thomas, um 1600, Öl auf Leinwand, Schloss Sanssouci

Wer einmal ein Werk von Caravaggio gesehen hat, den lässt der dramatische Eindruck seiner Bilder nicht mehr los. Der Maler setzt seine Figuren mit einem starken Schlaglicht in Szene und lässt sie aus einem mysteriösen, dunklen Umraum emportauchen.  Dabei verwendet er einen Realismus, dere für die meisten Künstler des 17. Jahrhunderts neuartig war. Caravaggios Malstil wird viele Künstler aus Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden prägen.

Das Erbe des Malers

Die Ausstellung in der Alten Pinakothek zeigt gemeinsam mit dem Centraal Museum in Utrecht rund 70 der schönsten und wichtigsten Werke der bedeutendsten ‘Caravaggisten’, darunter Gemälde von Bartolomeo Manfredi, Jusepe de Ribera und Valentin de Boulogne. Erst in der Gegenüberstellung mit den Kompositionen ihrer Malerkollegen wird begreifbar, warum die signifikanten Bilder der Utrechter so typisch holländisch sind und sowohl in Italien als auch in ihrer Heimat großen Erfolg hatten.

Ausstellungsdauer: 17. April – 21. Juli 2019

Alte Pinakothek, Barer Str. 27, 80333 München

Weitere Informationen: Alte Pinakothek

 

Phantastisch! Alfred Kubin und der Blaue Reiter

Alfred Kubin, Eindringlinge, 1914, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

Ein phantastischer Zeichner – ein Zeichner des Phantastischen

Der österreichischer Zeichner Alfred Kubin erschuf beeindruckende Zeichnungen, die das Phantastische ausloten. Dass er auch Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Der BLaue Reiter war und der Vereinigung bis zum Schluss verbunden geblieb, ist weniger bekannt. In der zweiten Ausstellung des Blauen Reiter beeindruckte er mit facettenreichen Tuschezeichnungen mit vielfigurige Szenen, die in beunruhigend irrationaler Weise einen Teppich des Lebens ausbreiten, wobei oft ein geheimnisvolles „Zwischenreich” aufscheint.

Die Ausstellung “Phantastisch! Alfred Kubin und der Blaue Reiter” beleuchtet die enge Auseinandersetzung zwischen Kubin und den Mitgliedern des Blauen Reiter, wie Gabriele Münter, Franz Marc und Paul Klee und zeigt den Einfluss, den seine psychologischen Werke auf die Künstler hatte.

Ausstellung: 09. Oktober 2018 – 17. Februar 2019

Weitere Informationen unter: Lenbachhaus

Lenbachhaus, Luisenstraße 33, 80333 München